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Nachrichten & Agenda

8 Juli 2026

WDR: PFAS aus Leverkusen gefährden Trinkwasser in den Niederlanden

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet über die PFAS-Belastung aus der Deponie Leverkusen-Bürrig und die Folgen für die niederländische Trinkwasserversorgung. In dem Artikel und dem Fernsehbeitrag zeigt der WDR, wie PFAS-haltiges Wasser aus der Deponie über die Abwasserbehandlung in den Rhein gelangt. RIWA-Rijn fordert, diese Stoffe bereits an der Quelle zu entfernen, bevor sie das Flusswasser erreichen.

Laut WDR werden PFAS aus der Deponie Leverkusen-Bürrig derzeit nicht mit Aktivkohlefiltern aus dem Abwasser entfernt, bevor dieses in den Rhein eingeleitet wird. Der Betreiber Currenta erklärt, an Maßnahmen und Behandlungsmethoden zu arbeiten, um die PFAS-Fracht im Abwasser schrittweise zu verringern.

Für die niederländischen Trinkwasserunternehmen stellt die Belastung des Rheins mit PFAS ein großes Problem dar. Rund fünf Millionen Menschen in den Niederlanden sind für ihr Trinkwasser auf Rheinwasser angewiesen. Vor allem im Westen der Niederlande kann nicht überall Trinkwasser aus Uferfiltrat gewonnen werden, unter anderem wegen des Einflusses von Salzwasser. Deshalb wird dort Flusswasser entnommen und umfassend aufbereitet.

In dem WDR-Beitrag zeigt RIWA-Rijn-Direktor Gerard Stroomberg, welcher Aufwand nötig ist, um aus Rheinwasser zuverlässig Trinkwasser zu gewinnen. Trinkwasserunternehmen müssen immer stärker in die Aufbereitung investieren, unter anderem in Aktivkohlefilter. Das ist kostenintensiv und löst das Problem nicht an der Ursache.

RIWA-Rijn betont, dass die Lösung nicht in einer immer weitergehenden Aufbereitung am Ende der Kette liegt, sondern in der Vermeidung von Einleitungen. PFAS werden in der Umwelt kaum abgebaut und bleiben daher über lange Zeit in Flüssen, Grundwasser und Trinkwasserressourcen vorhanden. Ziel muss es sein, dass schädliche Stoffe gar nicht erst in den Rhein gelangen.

Die Situation in Leverkusen-Bürrig unterstreicht erneut die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Rheineinzugsgebiet. Was flussaufwärts eingeleitet wird, kann flussabwärts Folgen für Trinkwasserunternehmen und Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher haben. RIWA-Rijn setzt sich deshalb weiterhin für Maßnahmen an der Quelle, strengere Prävention und den Einsatz verfügbarer Techniken ein, um PFAS aus dem Abwasser zu entfernen, bevor dieses den Rhein erreicht.

Lesen Sie den vollständigen WDR-Artikel: "PFAS aus Leverkusen: Gefahr für Trinkwasser in den Niederlanden“.

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