Dieser Jahresbericht von RIWA-Rijn gibt einen Überblick über die Wasserqualität des niederländischen Teils des Rheineinzugsgebiets im Jahr 2019. Darüber hinaus werden die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Genehmigungspraxis beschrieben und Empfehlungen zur weiteren Verbesserung der Verfahren rund um Einleitungsgenehmigungen ausgesprochen.

Das erste Kapitel beschreibt die Parameter und ihre im Jahr 2019 an den Standorten Lobith, Nieuwegein, Nieuwersluis und Andijk gemessenen Konzentrationen. Die Konzentrationen wurden mit den Zielwerten des European River Memorandum (ERM) verglichen; auch in diesem Jahr kam es zu Überschreitungen dieser Zielwerte.
Im zweiten Kapitel dieses Berichts blicken wir auf die jüngsten Entwicklungen und unsere Erfahrungen zum Thema Genehmigungspraxis zurück. Die Trinkwasserfunktion des Flusses verdient einen wirksamen Schutz vor der Einleitung schädlicher Stoffe aus der Industrie. Daher wird in den Niederlanden intensiv an der Optimierung eines zentralen Instruments gearbeitet: der Einleitungsgenehmigung. Ohne eine solche Genehmigung dürfen Stoffe nicht eingeleitet werden, dennoch wurden wir wiederholt durch neu auftretende Stoffe in hohen Konzentrationen alarmiert. In den Niederlanden zeigte sich, dass die Genehmigungspraxis verbesserungsbedürftig war; im Jahr 2019 wurden hierzu wichtige Schritte unternommen.
Darüber hinaus befassen wir uns mit grenzüberschreitenden Einleitungsgenehmigungen. Wir unterbreiten einen Vorschlag, wie Einleitungsgenehmigungen international besser und transparenter gestaltet werden können.